» Juden im Westerwald

Allgemein


Die genealogische Datenbank zu den Juden im Westerwald (inzwischen wohl besser zu den Juden in Westdeutschland) umfasst zur Zeit etwa 145.000 Personen.
Den Schwerpunkt bilden unsere Mitbürger jüdischen Glaubens im 20. Jahrhundert. Von den bisher erfassten Personen wurden 22.500 Opfer des Holocaust. Mindestens 21.300 Personen entgingen durch Auswanderung diesem Schicksal.
Die jüdische Bevölkerung des Landkreises Altenkirchen und des Westerwaldkreises dürfte ab ca. 1750 inzwischen weitgehend erfasst sein.
Im Westerwaldkreis und in den Verbandsgemeinden Hamm und Altenkirchen haben sich verschiedene Autoren eingehender mit den Geschehnissen befasst. Zu nennen sind hier besonders die Namen Aßmann, Blohm, Burbach, Dietermann, Greiff, Güth, Hanke, Heuzeroth, Hucke, Jungbluth, Kempf, Schossau und Wild.

Deren Arbeiten sind inzwischen weitgehend in die Datenbank eingeflossen.

Lücken existieren noch in den Gemeinden Grenzhausen, Maxsain, Mogendorf, Nordhofen, Rennerod und Selters.

Hier sind Hinweise auf vorhandene Literatur erwünscht.

Einsehbar ist ein 150 Seiten umfassender Briefwechsel mit Louis Rosenberg (*1875 in Hamm, +1953 in Israel) aus den Jahren 1945-1947, der in dieser Zeit im DP-Lager Deggendorf auf eine Einreiseerlaubnis nach Israel wartete. Die Transkription erfolgte hier in 2007. Der Briefwechsel schildert eindringlich das emotionale Befinden der Überlebenden. Zur Situation in Deggendorf vergleiche die Serie von S. Michael Westerholz unter HaGalil.

Geburts-, Wohn- und Sterbeorte sind ausgeblendet, ebenso die in großem Umfang vorhandenen biographischen Details zu den einzelnen Personen. Bei den Daten sind nur die Jahreszahlen sichtbar, in den meisten Fällen sind auch Tag und Monat bekannt. Die Listenfunktionen - Vorfahren oder Nachfahren - sind deaktiviert. Bei den Nachfahren sind derzeit Listen mit bis zu 5.000 Personen möglich. Weitere Informationen siehe Übersicht Datenbank, als Beispiel die Nachfahrenliste Rothschild.
Diese Einschränkungen bei der Nutzung der Datenbank werden aufgehoben, sobald sich ein kompetenter Träger für die Datenbank findet. Gut vorstellbar als Träger wäre beispielsweise das Bundesarchiv, zumal die Möglichkeiten der Datenbank weit über Residentenliste und Gedenkbuch hinausgehen.
Aber auch momentan hat jeder Datenbanknutzer die Möglichkeit, biographische Details und Quellenangaben zu jeder einzelnen nicht mehr lebenden Person einzusehen. Dazu muss er jedoch einen Kommentar mit seinen Informationen bei dieser Person hinterlegen. Im Gegenzug werden die hier vorliegenden Informationen als Kommentar freigeschaltet. Kommentare sind für alle Datenbanknutzer einsehbar.

Bei der Einarbeitung neuer Quellen werden häufig Fehler festgestellt und vermerkt. Im Anschluss wird Kontakt zu den jeweiligen Autoren aufgenommen mit dem Ziel, Differenzen abzugleichen und Fehler zu korrigieren. Insbesondere gilt dies für Bücher zur regionalen jüdischen Bevölkerung.
Der bislang umfangreichste Austausch erfolgte mit Leopold Hoenig in New York, zu dessen Buch sich bei 1.100 Personen Vermerke finden. Am Abgleich der Informationen waren auch Henny Houweling, Bert Bartolomeus und Ralph Baer beteiligt.
Ein ebenfalls intensiver Austausch erfolgte mit Gerald Stern in England.
Diese beiden seien nur stellvertretend für viele andere Unterstützer und Mitstreiter genannt.

Übersicht Datenbank
Vorläufiges Quellenverzeichnis

Briefwechsel Rosenberg
Nachfahrenliste Rothschild